WAZ 12.11.2014 Bochum

Kunst auf dem Dachboden an der Maarbrücke

Der Maarbrücke e.V. startet am heutigen Mittwoch (12.11.) seine Newcomer-Reihe „neugeDACHt“: Junge Künstler aller Disziplinen können auf dem Dachboden der Maarbrücke 28 ihre Werke präsentieren.


Bereits bei der Eröffnung der Projekträume „Bild-Werke“ im Sommer war den Veranstaltern klar, dass die Räume an der Maarbrücke in Zukunft für Künstler aller Art offen stehen sollten. Dieses Vorhaben setzt die Maarbrücke e.V. jetzt um: Eine neue Reihe soll jungen Künstlern die Plattform geben, die sie sonst vergeblich suchen. „NeugeDACHt“ heißt das frische Format. Der Name soll einerseits daran erinnern, dass vor allem Newcomer die Abende der Reihe mit Leben füllen, andererseits enthält der Titel bereits im Namen einen der beiden Spielorte. Denn die Künstler/innen können sich nicht nur in den neuen Projekträumen „Bild-Werke“ entfalten, sondern auch auf dem Dachboden über der Treppenhaus-Galerie „Etage EinEinhalb“.

Die künstlerische Spannbreite ist breit gefächert, wie schon das Programm der ersten Staffel mit vier Veranstaltungen zeigt: Den Auftakt wird heute die Band „Stereo“ machen. Die drei Musiker lassen sich nur schwer einordnen, sie machen immer genau die Musik, auf die sie gerade Lust haben. Mit Gitarren und Klavier, aber auch mal mit Cajon/Kistentrommel, Melodica oder Schlagzeug lassen sie sich wohl am ehesten noch in das Genre Accoustic/Songwriter einordnen. Das Konzert wird verbunden mit einer Vernissage zu einer weiteren Ausstellung im Treppenhaus: Tim Schäfer (Malerei), Martin Lange (Fotografie), Peter Kaufung (Malerei)und Roland Kersting (Fotografie) werden ihre Werke ausstellen.


















Westfälische Rundschau 21.07.2010

Ausstellung:    Eingerahmt: Fotokunst im Amtshaus

von Anna-Lena Marienfeld



 


Gevelsberg. Schüchtern wendet er den Kopf zur Seite, wenn er lacht. Dabei ist es herzlich, das Lachen. Seine Augen funkeln dabei, es ist echt. Aber Martin Lange wirkt, als würde er lieber nicht gesehen werden. Beim Lachen, und vielleicht auch sonst? „Ich würde fast sagen, ich fühle mich in der Natur wohler als unter Menschen“, bestätigt er meinen Eindruck. Und knetet seine Hände. Schüchternes Lachen.

Martin Lange ist Mitarbeiter des Bürgerbüros Gevelsberg. „Administrator im EDV-Bereich, um genau zu sein.“ Ihm gefällt sein Beruf. „Ich bin hier Mädchen für alles“, witzelt er selbstironisch, aber ohne Harm. Er scheint sich wohl zu fühlen in der bürgerlichen Helle-Eiche-Atmosphäre des städtischen Verwaltungshauses. Und obwohl Martin Lange sich im Mittelpunkt des Geschehens nicht heimisch zu fühlen scheint, hat er sich hineinbegeben.

An den Wänden der schlichten Büroräume hängen künstlerische Fotografien. Von U-Bahnhöfen: kühl, steril in Schwarzweiß. Von Hochöfen: Industriekultur in brennenden Rot- Tönen. Und immer wieder Landschaften. Traumhafte Weiten, mit einem sensiblen Blick eingefangen. Bilder, fotografiert von eben diesem EDV-Fachmann.

Martin Lange kam jung zur Fotografie. Seit 35 Jahren hat er ein Faible für die festgehaltenen Augenblicke auf Papier. Ob er sich an sein erstes „geplantes“ Motiv erinnert? Abseits von Urlaubs- „Knipserei“? Es dauert einen Moment, der Hobbyfotograf vergräbt seinen Kopf in den Händen, dann kommen die Erinnerungen. „Ja... Das war Ende der 70er.“ Seit 1981 lebt Martin Lange in Gevelsberg, damals noch in seinem Geburtsort Hagen.

Er zog los und fotografierte Bauernhöfe in seiner Stadt. „Pflüge und Eggen. Mein erstes Bild war eine dunkle Egge vor hellem Hintergrund. Das war ein Schneefeld.“ In Schwarzweiß hielt er die Geräte fest. Er wollte sich auf die Formen konzentrieren, eine Schlichtheit ohne ablenkende Farben erschaffen, die Kontraste für sich wirken lassen.

Bis auf einen Ausflug in die Personen- und Aktfotografie ist Martin Lange der Natur treu geblieben. „Akt fand ich interessant. In das Gebiet wollte ich reinschnuppern. Aber im Großen und Ganzen ist das nichts für mich. Wenn ich ein Bild von Blumen mache, hab ich da mehr von. Das schaue ich mir hundertmal öfter an.“

Unbesehen glaubt man dem ruhigen Gevelsberger seine Aussage. Unwillkürlich steigt in mir das Bild eines jungen Martin Lange auf, der Stunde um Stunde in der Natur verbringt um fotografisch seine Eindrücke festzuhalten; der schon immer gedankenverloren und still seine Kunst betrieb. Einfach so für sich.

Große Pläne? Hat er nicht. „Das ist eine brotlose Kunst.“, resümiert er. Außerdem ist er glücklich so wie es jetzt ist. Damit ist mein Interview beendet. Martin Lange scheint fast froh zu sein, dass es vorbei ist. Er spricht lieber durch seine Bilder.



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                                                         Fotoausstellung

                    Vom 13.01.2007 bis 05.09.2007 fand eine Fotoausstellung mit den
                                                    Themenbereichen

                                                               AKT
                                                          INDUSTRIE
                                                       LANDSCHAFT

                              in der Praxis Dr. Fleischhauser/Dr. Wansor-Schlünder
                                    Wittener Str. 33, 58285 Gevelsberg statt.

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In der Zeit vom  25.11. - 09.12.2007  Fotoausstellung unter dem Titel

                                                       "Augenblicke"

             im Stall-Atelier Cornelia und Peter Bildheim,Krabbenheider Str. 68,

                                                 58285 Gevelsberg.







 
                                    "Augenblicke" der Ausstellungseröffnung:

  

 

                                                

 

                                        

                       Auszug aus der Eröffnungsrede von Karl-Heinz Keuthen:

              "... ist hier nicht ein Ansinnen der Kunst auf den Punkt gebracht.

                      Das Festhalten des Augenblicks, die Momentaufnahme.

 Hierbei ist das Genre nicht notwendigerweiser von Bedeutung, ob wir den relativ

    kurzen Augenblick der Entstehung einer Photografie sehen  , die Zeit die die

                   Malerei benötigt, oder aber die lange Arbeit an einer Skulptur.

 Da der Künstler zu einem bestimmten Moment sagt, das Kunstwerk sei jetzt fertig,

     muss er es mit einer Projektion seines im Augenblick erschaffenen geistigen

                                                     Werkes vergleichen.

Somit beinhaltet jedes noch so lang bearbeitete Bildnis den Augenblick der

                                                           Erschaffung..."                    


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Die Ausstellung "Augenblicke"  war in der Zeit vom  6. April bis 31. Mai 2008 im

                               Filmriss Kino/Theater Gevelsberg
                               Rosendahler Str. 18  58285 Gevelsberg
                               Tel. 02332/557242  www.filmriss.de

zu sehen.


Eröffnungstag der Ausstellung am 06.04.2008:












Die WESTFÄLISCHE RUNDSCHAU  berichtete in der Ausgabe vom 07.04.08 wie folgt über die Eröffnung der Ausstellung:

Augenblicke, die anziehend wirken

von Hartmut Breyer

Rund 30 Fotos zeigt Martin Lange im "filmriss",

darunter auch eine Serie mit Denkmälern der Industriekultur in NRW. (WR-Bild: vs)


 

Gevelsberg. Eigentlich ist das "filmriss" der Ort für die bewegten Bilder.

In den kommenden Wochen können die Besucher an den Wänden im Foyer des Kinos auch ganz unbewegliche Momentaufnahmen bewundern: "Augenblicke", die der Gevelsberger Fotograf Martin Lange durch den Sucher seiner Digital-Kamera gewagt und festgehalten hat. "!Augenblicke!" ist der Titel der Ausstellung, für die der 49-Jährige rund 30 Bilder ausgewählt hat, die meisten davon in Schwarz-Weiß. "Ich fotografiere sehr viel in Schwarz-Weiß. Man ist gezwungen, ein Bild besser zu gestalten. Farbe kaschiert da doch einiges", sagt Lange. Was ein gutes Bild ausmacht, kann er schwer in Worte fassen: "Es muss mich einfach anziehen", meint er.

Für den Gevelsberger, der in der EDV-Abteilung der Stadtverwaltung arbeitet, ist die Fotografie ein großes Hobby. "Angefangen habe ich vor ungefähr 30 Jahren", erzählt er, erst mit einer kleinen Sucherkamera, später mit der Spiegelreflex. "Ich habe auch im eigenen Labor Schwarz-Weiß-Arbeiten gemacht", so Lange. Dann stieg er auf Dia-Material um, bevor er vor drei Jahren in die Welt der digitalen Fotografie eintauchte.

Für die Bearbeitung der Schwarz-Weiß-Bilder kann er nun auch seine PC-Kenntnisse einsetzen. Zunächst fotografiert Lange in Farbe und verwandelt die Aufnahmen dann in aufwändiger Kleinarbeit in Schwarz-Weiß-Bilder. "Eigentlich arbeite ich da wie früher in der Dunkelkammer, mit Nachbelichten und Abwendeln", meint er.

Industriedenkmäler, Landschaften und kunstvolle Aktfotografien im Format 60 mal 40 cm sind nun im "filmriss" zu sehen. Zum Teil hat er seine Motive dabei gezielt gesucht. So arbeitet Martin Lange seit einigen Jahren an einer Serie zur Industriekultur in NRW. Die Zechen Zollverein und Zollern, der Industriepark Nord in Duisburg und das Bottroper Tetraeder hat er ins rechte Licht gesetzt. Dazu Landschaftsbilder, oft im Gegenlicht fotografierte Küstenstreifen, einige wenige komponierte "Stillleben" und außergewöhnliche Aktfotos eines mit silberner Farbe bemalten Modells. Letztere entstanden bei einem Workshop des Foto-Clubs Bergisch-Land in Wuppertal, dem er seit 2006 angehört. Auch einige Motive aus seinem Lieblingsurlaubsland Thailand zeigt Lange, darunter neben Momentaufnahmen des Alltagslebens auch ein herausstechendes Motiv: Fischerboote im roten Abendlicht.

Erstmals stellte Lange im Januar vergangenen Jahres seine Bilder aus, in der Arztpraxis Fleischhauer/Wansor an der Wittener Straße. "Dort finden häufiger Ausstellungen statt und meine Frau Gerda hat dann einfach gefragt, ob sie auch Fotografien zeigen würden", erzählt Martin Lange. Im November beteiligte er sich dann an der Jahresausstellung im Stallatelier des Ehepaars Bildheim in Berge. Die Idee dazu entstand bei der Arbeit, ist Büchereileiterin Cornelia Bildheim doch Kollegin von Lange bei der Stadtverwaltung. Einen Preis hat Lange übrigens auch schon gewonnen: Beim Wettbewerb der Zeitschrift "fotoMagazin" belegte er mit seinem "Silberakt I" (siehe kleines Bild) im Januar 2007 Platz zwei.

Als nächstes hat sich der ambitionierte Hobbyfotograf ein weiteres spannende "Augenblicke" versprechendes Projekt vorgenommen. "Ich möchte mit einem Bilderrahmen in Fußgängerzonen gehen und ganz unterschiedliche Menschen darin zusammenbringen", erklärt er, "zum Beispiel eine Oma und einen Punker". Zunächst will er damit in einer größeren Stadt wie Hagen oder Dortmund Erfahrungen sammeln und diese später dann auch auf Gevelsberg übertragen. Martin Langes "Augenblicke" sind bis zum 31. Mai während der Öffnungszeiten im "filmriss" zu sehen. Mehr unter www.magegev.de.




In der   WESTFALENPOST vom 07.05.2008 erschien folgender Artikel: